News

Sie sind hier: Startseite » News

August 2026

02.08.2026

Da ich mich seit einiger Zeit nach und nach aus der Alphorngemeinschaft zurückziehe und selbst nicht mehr öffentlich auftrete, erhalte ich immer weniger Informationen. Heute möchte ich sie auf zwei Anlässe hinweisen. Der erste findet am 23. August in Wisen (SO) statt. Die Alphornwerkstatt JurAlphorn kann ihr zehjähriges Bestehen feiern. Programm. Am 19. September findet in Bern erstmals der Naturtontag statt. Hier erhalten sie nähere Informationen dazu. Noch vor einigen Jahren hätte ich gerne an diesen Anlässen teilgenommen. Meine Lebensumstände haben sich jedoch verändert, so dass ich nur noch ganz selten längere Ausflüge unternehme.

Juli 2026

06.07.2026

Diesmal bin ich mit meinen „NEWS„ etwas verspätet. Das liegt daran, dass ich in den vergangenen 6 Wochen ans Haus gebunden und sehr beschäftigt war.
Aus diesem Grund konnte ich auch das Eidgenössische Jodlerfest in Basel nicht besuchen. Deshalb kann ich mich dazu nicht äussern. Es ist mir jedoch gelungen die Resultate (Klassierungsliste) zeigerecht zu veröffentlichen. (Siehe rechte Spalte auf der Startseite.)

Juni 2026

01.06.2026

Vom 26. - 28. Juni wird in Basel das Eidgenössische Jodlerfest stattfinden. Wie in vielen vorangegangenen Jahren werden wir auf der Startseite die Klassierungsliste der Alphornvorträge veröffentlichen. Wir sind jedoch davon abhängig um welche Zeit das OK die Liste ins Internet stellt. Schauen sie also am frühen Sonntag-Nachmittag bei uns vorbei.
Wir wünsche allen ein erfolgreiches, schönes Fest.

Mai 2026

01.05.2026

Was bedeutet Tradition? Wenn der Feuerwehrhöck nach der Schlussübung zum zehnten Mal stattfindet, wird zum zehnjährigen Jubiläum eingeladen. Das kann man durchaus als Tradition bezeichnen. Ist eine zehn Jahre alte Alphornmelodie eine traditionelle Melodie? Die meisten Alphornspielenden kennen das Gassmann-Büchlein „Blast mir das Alphorn noch einmal„ von 1939. Darin finden sich einige wenige, oft kurze, Melodien aus der Mitte des 19. Jahrhundert oder aus dem Beginn des 20. Jahrhundert. Die Bezeichnungen sind oft an Orte gebunden, weil sie dort gehört und notiert wurden. Die Melodien selbst wurden nicht von den Spielenden aufgeschrieben. Es waren in der Regel Volkskundler oder Touristen. Gassmann selbst war nicht konsequent. Der „Kuhreihen von Ormonds„ nennt er Kuhreihen. „D'r Fryburger Chuereihe„ nennt er jedoch „Volksweise„. Neuere Melodien stammen von Zeitgenossen die Musik basiert nicht mehr auf der musikalischen Form eines „Kuhreihens„ und entstanden ab ca. 1900. Einige von Gassman selbst komponierte Melodien enthalten noch die litaneiartigen Reihenteile der Kuhreihen (von Gassman als „Reigen„ beschrieben), andere gar nicht mehr. Daneben war Gassmann auch experimentierfreudig und klangmalerisch „Uf em Rossbärg„, „Älplertanz - Totentanz„ und andere. Das Alphorn wurde aber schon vor dem 19. Jahrhundert gespielt. Diese älteren Aufzeichnungen reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert, sind jedoch oft nur fragmentarisch erhalten geblieben. Eine Analyse zeigt, dass sie immer Teile von Kühreihen enthalten. Wo, wann beginnt die Tradition?
Die musikalische Form prägt eine Melodie: Tanz, Lied, Marsch, Polka, Blues, Rondo, Menuett, Synfonie und viele weitere mehr. Konsequenterweise müsste eine „traditionelle„ Alphornmelodie in der Form eines Kuhreihens erscheinen. Die Reihungsform ist die älteste Form von Alphornmelodien!
Viele meiner Kompositionen sind keine "traditionellen" Melodien! Es sind Stücke die man auf dem Alphorn spielen kann. Oft enthalten sie auch Reihenteile sind aber eher klangmalerische Melodien in Liedform.

Bim Lindemaa, Alphornsolo

Archiv

August 2025

01.08.2025

Heute möchte ich mich einem Missverständnis, welches ich immer wieder höre, widmen. Es geht um den Begriff TEMPO.

Tempo / Tempi = Zeit / Zeiten
1. Geschwindigkeit, (langsam oder schnell) mit der eine Bewegung, Handlung o. Ä. abläuft.
2. [Musik] Zeitmaß, das einem Werk zugeordnet und dessen Vortrag angemessen ist.

Tempo bedeutet in der Musik nicht „schnell„! Die Geschwindigkeit einer Melodie wird in der Musik durch eine Metronomangabe oder wörtliche Hinweise (italienisch) angegeben. Das fängt an bei „Largo„ (breit, sehr langsam) mit vielen Zwischenstufen, z.B. „Andante„ (gehend) oder „Moderato„ (mässig schnell) bis „Prestissimo„ (so schnell wie möglich).

Wenn es nach einem rit. (einem verlangsamten Abschluss eines Teils) heisst „a tempo„ so bedeutet dies, dass ab jetzt wieder im vorherigen (ursprünglichen) Tempo weitergespielt werden soll. Also auch hier, nicht schneller.

Mozart soll einmal gesagt haben, dass das Tempo etwas vom Wichtigsten in der Musik sei. Er meinte damit nicht, dass Musik immer möglichst schnell gespielt werden soll sondern, dass das Tempo (die Geschwindigkeit) der jeweiligen Musik angepasst sein müsse, weil das Tempo eben massgebend zum Charakter der Melodie beiträgt. Nun überlege Dir, ob eine Alphornmelodie mit hohem Tempo geblasen, sich in der Bergwelt entfalten kann. Übrigens; je langsamer gespielt werden muss, umso schwieriger ist es das Tempo beizubehalten. Und ja, wir leben in einer schnellen Zeit, da ist es doch erholsam das Tempo zu drosseln.

April 2025

01.04.2025

Heute möchte ich all jenen einen Rat geben, die das Alphorn zusammen mit der Orgel spielen.
Organistinnen und Organisten schreiben gerne in die Partituren. Z.B. welche Register sie verwenden wollen. Da aber nicht jede Orgel dieselben Register hat muss der/die nächste Begleiter/in wieder etwas anderes hinzufügen. Manchmal nehmen die Orgelspieler/innen nach dem Konzert die Noten ganz automatisch mit nach Hause.
Ich werde immer wieder gebeten Orgelpartituren nachzusenden! Hier also mein Rat: Gebt den Organistinnen und Organisten nicht die Originalnoten sondern eine Kopie davon. Da können sie dann ungeniert ihre Bemerkungen hineinschreiben, die Partituren „versehentlich„ mitnehmen und ihr müsst euch nicht neue Noten besorgen.

April 2024

01.04.2024

Für die wohl Meisten, welche heute das Alphorn blasen sind dies vielleicht NEWS.
Durch Zufall bin ich auf die Ausgabe von „Öisi Musig„ aus dem Jahr 1992 gestossen. Lang ist's her… 32 Jahre. Es war eine andere Zeit, in der das echte Bedürfnis, die Passion sich einer Sache voll und ganz hinzugeben im Vordergrund stand.
Das Alter der Aufnahme sieht/hört man leider auch der Bild/Ton-Qualität an.

Februar 2023

19.02.2023

Wir konnten gestern eine Bestellung für das letzte vorhandene Exemplar des Buches "Eine Auswertung und Interpretation historischer Quellen zur Alphornmelodik" entgegennehmen. Eine dritte Auflage ist nicht vorgesehen. Wer sich für das Thema interessiert, verweisen wir auf den Film (DVD) "Die Mundart des Alphorns", welcher auf den Erkenntnissen des Buches basiert.

November 2021

01.11.2021

Zur Erinnerung, musikalische Werke, ob in Noten oder als klingende Dateien, sind urheberrechtlich geschützt. D.h. sie dürfen nicht kopiert werden, ausser man macht eine Kopie aus einem Heft das man erworben hat. Diese eine Kopie gilt dann als so genannte „Arbeitskopie„ für sich selbst. Auch diese darf nicht an andere verteilt werden.
Vermehrt werden nun sogar Dateien auf Webseiten gestellt, welche man herunterladen kann. Sind dies nicht eigene, selbst komponierte und aufgespielte (produzierte) Stücke, macht man sich damit strafbar.
Oft werden gebrauchte Alphörner zusammen mit einem ganzen Ordner angehäufter (illegaler) Kopien von Noten angeboten. Auch dies ist strafbar!

Wird man erwischt, kann dies sehr teuer zu stehen kommen!

Als Komponist und Hobby-Selbstverleger gebe ich Noten in professionell gedruckten Heften heraus. Das ist nich gratis! Im Verlagswesen gilt: Der Verkaufspreis muss sechs Mal höher angesetzt werden als die Druckkosten betragen. Das ist bei so kleinen Auflagen von Noten für Alphorn jedoch unmöglich, denn je kleiner die Auflage, umso höher sind die Kosten für das einzelne Exemplar. Zudem kann man nicht alle Hefte oder CD's zum vollen Preis verkaufen. Etwa 40% der Notenhefte gehen an Musikalienhändler und diese erwarten einen namhaften Rabatt.
Richtigerweise müsste ich für ein Notenheft, welches ich für CHF 12.- anbiete also mehr als CHF 30.- verlangen. Dann könnte ich aber wohl noch weniger Heft verkaufen und die Noten würden noch mehr kopiert. Es dauerte mehr als 20 Jahre bis mein Hobby-Selbstverlag schwarze Zahlen schreiben konnte. Der seither bescheidene „Gewinn„ wird umgehend in die Herstellung eines neuen Notenheftes investiert. So ist es möglich, das Repertoire für Alphornblasende stetig zu erweitern.
Mit oben beschriebenem Verhalten macht man sich strafbar und verhindert gleichzeitig die Herausgabe von neuen Heften.
Und, ja, ich weiss, dass viel kopiert wird. Geiz ist eben geil. Aber, so wie viele glauben vielleicht einen grossen Lottogewinn zu machen, denken viele, dass ihre Straftat nicht bemerkt wird. Aber, wie wir alle wissen, macht hie und da jemand wirklich den erhofften Lottogewinn!

September 2020

1.09.2020

Alphornmusik, der Unterschied

Seit Jahren beklage ich mich darüber, dass das Alphorn nicht mehr in der zu ihm passenden Art gespielt wird. Siehe, resp. lies auch hier: (Der Dialekt des Alphorns)

Heute will ich am Beispiel einer ganz einfachen Melodie („Am Dorfrand„) diesen Unterschied hörbar machen. Sie hören zwei Beispiele A: Die Melodie als Solo (eine entsprechende Version als Trio habe ich leider nicht gefunden) und B: dieselbe Melodie im Trio.
Es geht hier jedoch nicht um die Besetzung sondern um die artgerechte Umsetzung der Noten. Beispiel A kann man sich sehr gut in einer Berglandschaft vorstellen. Unaufgeregt, fast andächtig (mit viel Agogik) geblasen. Beispiel B klingt eher nach einer Tanzveranstaltung, einer Gaudi. Es wirkt gehetzt, hart und stur nach Metronom geblasen. Ganz abgesehen davon, dass hier die Bläser meinen die Melodie „verbessern„ zu müssen (nicht die im Original vorgegebenen Noten spielen). Ihre Version entspricht jedoch in keiner Weise den Regeln des mehrstimmigen Spiels. Für mich klingt die Version B nach „holdrio„.

Warum spielen diese Leute das Alphorn? In solcher Art gespielte Musik passt doch viel besser zu Blasmusikkapellen. Ist es nur der Geltungsdrang: „Hört wie gut wir das Alphorn blasen können!„?
Eines ist jedoch sicher. Das Wettrennen haben die Interpreten der Version B gewonnen, denn sie brauchten nur 1'26'' im Gegensatz zum Solisten, der für dieselbe Melodie 2'18'' gebraucht hat.

A

B

August 2020

16.08.2020

Frances Jones, eine Alphornbläserin aus England, hat viele historische Abbildungen von Hirten- oder Alphornbläsern zusammengetragen, mit (wo bekannt) Datum, Ort sowie anderen zusätzlichen Informationen versehen. Für alle historisch interessierten Bläserinnen und Bläser sind dabei zwei wunderbare Webseitenarchive enstanden. Danke Frances!

Mit einem Klick auf die Bilder können Sie diese vergrössern.

Bilder
Postkarten

Februar 2018 September 2016

20.09.2016

Ruedi Bauriedl hat uns auf einen Film aufmerksam gemacht. Es sind Röntgenaufnahmen, resp. Magnetresonanztomographie-Aufnahmen (Mundhöhle und Lunge) einer Hornistin beim Spielen. Sehr interessant! Hier gehts zum Film. Haben Sie bitte etwas Geduld, die Einleitung dauert rund 35 Sekunden.

Wir sind bestrebt, Ihnen auf dieser Seite stets die neusten Informationen zu liefern. Natürlich können wir nicht alles wissen. Wenn wir etwas vernehmen oder uns etwas zugetragen wird, sollen Sie es hier erfahren.